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10.09.2021

Region Ingolstadt wird ÖPNV Modellregion

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Die Stadt Ingolstadt und die drei Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen haben sich als Zweckverband VGI (VerkehrsGemeinschaft Region Ingolstadt) beim Bund um eine Förderung für ein Modellprojekt zur Stärkung des ÖPNV beworben. Mit der Förderrichtlinie sollen Projekte zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs unterstützt werden, die die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein attraktiveres Angebot nachhaltig reduzieren. Dafür stehen vom Bund bis 2024 insgesamt bis zu 250 Millionen Euro bereit.

Bundesminister Andreas Scheuer hat heute vor einer Delegation der Region bekannt gegeben, dass das VGI Projekt als eines von bundesweit zwölf Modellvorhaben ausgewählt worden ist. Für die Umsetzung stellt der Bund dem VGI in nächsten Jahren ca. 29 Mio. Euro zur Verfügung. Die Förderquote beträgt bis zu 80%.

Das Geld ermöglicht uns in der Region den ÖPNV auf eine vollkommen neue Stufe zu heben. Auf Kunden- und Anbieterseite werden die Prozesse digitalisiert und optimiert. Es ist eine umfassende Ausweitung des Angebots mittels neuer Linienverkehre und Taktverdichtungen geplant. Der  Fokus liegt hierbei auf dem Pendel- und Ausbildungsverkehr sowie der Reduzierung des Stadt-Umland-Gefälles. Ebenfalls soll an bisher kaum erschlossenen Strecken der Betrieb von On-Demand-Verkehren pilotiert werden. Das Ziel ist, den Marktanteil des ÖPNV am Gesamtverkehr in der Autoregion Ingolstadt bis zum Jahr 2026, bezogen auf 2016, zu verdoppeln und damit die CO2-Emissionen im Verkehrssektor signifikant zu senken.

Es gab ein sehr großes Bewerberfeld und einen dementsprechenden harten Wettbewerb. Die Stärke unseres Antrages lag in der umfassenden Kooperation der vier Gebietskörperschaften mit der Wirtschaft und der Wissenschaft. Mein Argument im Verfahren war immer, dass wenn Maßnahmen in der Auto-Region Ingolstadt zu mehr ÖPNV-Nutzung führen, dann tun sie es erst recht im Rest von Deutschland. Wir wären damit die ideale Modellregion.   

Ich freue mich sehr, dass das Bundesverkehrsministerium von der fachlichen Qualität des Ansatzes ebenfalls überzeugt war und bedanke mich bei Bundesminister Andreas Scheuer für die politische Unterstützung. Für mich persönlich ist es ein ganz besonderer Tag. Es ist bisher die größte Fördersumme für ein Einzelvorhaben in meiner Zeit als Abgeordneter überhaupt. Dass damit jetzt der ÖPNV unterstützt wird und damit potentiell alle Bürger in der Region davon profitieren, macht es umso schöner.