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18.11.2020

Zweiter Grünring Ingolstadt wird Modellprojekt

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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute beschlossen die Entwicklung des zweiten Grünrings der Stadt Ingolstadt mit 2,493 Mio. Euro zu fördern. Die Summe entspricht 90% der von Stadt Ingolstadt kalkulierten Gesamtkosten von 2,77 Mio. Der Ingolstädter Grünring wird damit zu einem Modellprojekt des Bundes für klimagerechte Stadtentwicklung.

 

Insgesamt stellen wir im Deutschen Bundestag für solche Projekte 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sind gedacht als Beitrag zur Erreichung der anspruchsvollen deutschen Klimaziele und sollen Städte motivieren sich über eine nachhaltige Stadtentwicklung Gedanken zu machen. Die Erfahrung zeigt, dass bereits kleinere Grünanlagen in der Stadt die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung um 3 bis 4 Grad senken können. Außerdem können dort größere Regenmengen zwischengespeichert und so die Kanalisation entlastet werden. Gleichzeitig sind Straßenbegleitgrün, Grünanlagen auf Plätzen und Freiräumen sowie Parks und Gärten selbst besonders vom Klimawandel bedroht. Es treffen also städtebauliche und ökologische Herausforderungen aufeinander, die einer neuen, integrierten Herangehensweise und Erprobung in Modellprojekten bedürfen. In den Beratungen der letzten Wochen hat sich gezeigt, dass die Ingolstädter Bewerbung wirklich herausragend war und zurecht diese Förderung bekommt.

 

Alle vier von der Stadt Ingolstadt beantragten Teilprojekte werden gefördert. Das größte davon ist die Weiterentwicklung des Max-Emanuel-Parks zwischen Etting und der Audi AG. Das Ziel dort ist einen klimatischen Ausgleich für die starke Versiegelung der Industriefläche und gleichzeitig ein Naherholungsraum für die Ettinger Bürger und die Mitarbeiter der Audi AG zu schaffen. Mit den Mitteln des Bundes sollen darüber hinaus in den nächsten Jahren auf verschiedenen Teilflächen des zweiten Grünrings autochthone, klimaresistente Baum- und Gehölzarten angepflanzt werden, die auch mit der Landwirtschaft verträglich sind. Das Lohenprogramm soll fortgesetzt und im Rahmen dessen im Südwesten der Stadt Altarmschleifen vervollständigt und weitere Wasser- und Feuchtflächen entwickelt werden. Außerdem ist geplant den Rosengarten in Oberhaunstadt neu zu gestalten, um den um ihn herum entstandenen Neubaugebiet einen Erholungs- und Sozialraum zu bieten.

Die Teilprojekte und die Maßnahmen sind je nach Stadtgebiet sehr unterschiedlich. Der besondere Charme liegt für mich in der Vernetzung zu einem Grünflächenverbundsystems. Der Ansatz hat auch die Bundesregierung und meine Kollegen im Haushaltsausschuss überzeugt. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Modellprojekt nun beispielgebend in der klimagerechter Stadtentwicklung werden.